Hunde


Mein Hund Tibor, mittlerweile 13 Jahre alt, macht mir in den letzten Tagen Sorgen.
Das seine, durch HD und Spondylose, geschwächten Knochen und Gelenke nicht mehr mit denen eines jungen Hundes mithalten können ist mir klar. Aber in den letzten Tagen ging es echt bergab. Nicht nur dass er bereits nach 15 Minuten laufen kaum mehr gehen wollte, er wurde auch zusehends kurzatmiger und wenn er früher noch mal rennen konnte, geht das gar nicht mehr.

Gestern war ich dann beim Tierarzt.

Ich weiß immer noch nicht ob die Diagnose mich erschreckt hat oder ob mir meine Erwartungen / Befürchtungen bestätigt wurden. Tibor hat zu seinen bekannten Erkrankungen (HD und Spondylose) noch einen Hodentumor und eine Herzmuskelschwäche.
Alles wohl alterstypische Krankheiten die auch bei alten Hunden nicht mehr behandelt werden.

Der Tumor muss ja auch nicht zwangsläufig bösartig sein. Aber von einer Kastration wurde mir strikt abgeraten. Ich hätte das aber auch nicht in Erwägung gezogen.

Es gibt also nur sehr wenige Therapiemöglichkeiten. Meine Priorität liegt darauf den Hund einigermaßen schmerzfrei zu bekommen. Dieses versuchen wir nun mittels Tabletten.

Tibor ist und war schon immer ein Kämpfer. Ich bin mir sicher das er nicht so schnell auf gibt.


Fotograf: Wolfgang Schmidetzki

Nachdem ich ja schon vor einigen Monaten eingeladen wurde die DVG Verbandsmeisterschaft Ende Juli zu richten, erreichte mich gestern die Einladung auch bei der dhv Deutschen Meisterschaft im September als Leistungsrichter mitzuwirken.

Bereits bei der ersten Nominierung, war ich schon sehr erfreut, bin ich doch erst seit etwas mehr als einem Jahr als Leistungsrichter tätig. Aber seit gestern bin ich schon ein kleines bisschen stolz. Es dauert normalerweise einige Jahre bis man zu einer Veranstaltung wie einer Deutschen Meisterschaft berufen wird.

Also drückt mir die Daumen für ein wachsames Auge und die erforderliche Portion Fingerspitzengefühl.

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Mein 13 Jahre alter Goldi (Tibor)

Tibor

Genial in Szene gesetzt von Wolfgang Schmidetzki

Alle Bilder gibt es bei Flickr.

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am 24.02.und 15.03. habe ich zusammen mit dem OfT des LV Westfalen ein Fortbildungsseminar für Turnierhundsport Ausbilder im Bereich Unterordnung gegeben.

Es hat mich im letztem Jahr doch sehr erschrocken wie schlecht teilweise die Gehorsamsleistungen einzelner Hundeführer waren. Es macht nämlich alles andere als Spaß als Leistungsrichter auf dem Platz zu stehen und die Leute der Reihe nach durchfallen zu lassen.

Um diesen Zustand zu ändern oder zumindest den Versuch zu unternehmen, richtete sich das Seminar an die Ausbilder. Denn nur gut geschulte Ausbilder können ihr Wissen auch an die Hundeführer weiter geben.
Wir haben das Seminar in zwei Teile aufgeteilt. Am erstem Wochenende ging es darum den Teilnehmern Hilfestellungen in der Gehorsamsausbildung zu geben und neue Ideen aufzuzeigen. Jeder Teilnehmer brachte Hunde aus seinem Verein mit und gemeinsam schauten wir uns die Unterordnungen an.
Meine Aufgabe war es den Trainern Lösungsvorschläge zu Problemen oder Anregungen für die weitere Ausbildung zu geben.
Schon nach diesem Wochenende konnte man feststellen das es den Teilnehmern nicht nur gefallen hat sondern sie offensichtlich auch neue Erkenntnisse mitnahmen.

Im zweitem Teil ging es darum zu vermitteln wie sich Wertnoten und Punkte einer Unterordnung zusammen setzen. Nach zwei Stunden theoretischer Einweisung in die Bewertung einer Unterordnung ging es in den Praktischen Teil. Jeder der Anwesenden durfte mal als Leistungsrichter auf dem Platz stehen und eine Unterordnung aus seiner Sicht beurteilen.
Hier wurde dann auch schnell bemerkt wie schnell eine übung ins mangelhafte abrutscht. Es entstanden so einige Aha Erkenntnisse. Ich war verblüfft wie streng der eine oder andere doch zur Sache ging. Ich bin ja nicht gerade als der Leistungsrichter bekannt der Punkte mit der Gießkanne verteil, aber der eine oder andere Teilnehmer übertraf, mit seiner Beurteilung, meine Ansichten doch noch um einiges ;-)
Aber auch dieser Teil des Seminars wurde sehr positiv aufgenommen.

Ich hoffe wir konnten den Teilnehmern einen neue Sichtweise auf die Ausbildung geben und eine etwas realistischere Einschätzung der Leistungen ihrer Hundeführer ermöglichen.

coming back to live


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Am letztem Wochenende war ich in Mannheim auf der VPG dhv Meisterschaft.
Nach der dhv Sichtungsprüfung, der VDH-DM und der DVG Bundessiegerprüfung war es die vierte Großveranstaltung im Bereich Vielseitigkeitssport die ich 2007 besuchte.

Wer mich kennt weiß dass ich diesen Sport sehr mag und die gezeigten Leistungen schätze.
Was mir aber auf allen Veranstaltungen aufgefallen ist, ist der enorme Alkoholkonsum einiger Besucher.
Ich treibe mich auf Großveranstaltungen sowohl im THS, Agility und Obedience rum. Aber auf keiner anderen ist mir ein derartiges Verhalten einiger Besucher aufgefallen.

Gerade in den letzten Jahren stand und steht der VPG Sport, vor allem durch die Landeshundegesetze, vor dem Aus. Die Akzeptanz bei der Allgemeinheit ist mehr als kaum vorhanden. Immer mehr Vereine die nur VPG anbieten werden aufgelöst. Aber all das bewirkt kein Umdenken bei den Aktiven.

Als unbedarfter Besucher einer solchen Veranstaltung bekommt man schnell den Eindruck dass sich hier viele Alkoholiker und Kriminelle rum treiben. Ich weiß dass es nicht so ist. Aber ein unerfahrener Besucher lässt sich nun mal vom erstem Eindruck leiten. Und das sind die Betrunkenen pöbelnden Menschen die bereits morgens um 10 mit Biergläsern rum laufen und Flaschenweise Alkohol in Plastiktüten mit sich rum tragen.

Ich denke, dass wenn der VPG auf Dauer überleben will, sollten sich manche mal Gedanken darüber machen wie das alles nach Außen wirkt.
Der VPG ist schon lange nicht mehr “die” Hundesportart sondern “eine” neben vielen anderen.

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Nicht wirklich wirkungsvoll, aber sehr mutig.

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Bisher für mich nur aus diversen Hollywood-Streifen bekannt, hörte ich vor kurzem das Mantrailing nun auch in Deutschland (immerhin schon seit vier Jahren) intensiver betrieben wird. Praktiziert wird dies überwiegend von Rettungshundstaffeln und Dinesthundführenden Behörden.

An dieser Stelle wollte ich eigentlich eine kleine Einführung in das Thema Mantrailing geben um zu erklären worum es dabei geht. Allerdings habe ich schnell bemerkt dass es viel zu umfangreich wäre und ich selbst viel zu wenig Kenntnisse davon habe.
Also verweise ich hier auf die zahlreichen Erklärungen im Internet.
Ich gebe hier auch absichtlich keine Empfehlung für spezielle Webseiten, aber wer googelt de findet.

Am vergangenem Wochenende hatte ich nun die Möglichkeit so einer Mantrailing-Prüfung des BRH beizuwohnen.

Die Prüfung erstreckte sich über zwei Tage und es stelleten sich 7 Teams den wachsamen Augen von Leistungsrichter Alfons Fieseler (dhv).
Da, wie bereits beschrieben, meine Kenntnisse in diesem Bereich sehr mager waren, fuhr ich mit einer hohen Erwartungshaltung nach Heidelberg.

Am ersten Tag stellten sich 4 Hunde der 18 – 20 Stunden alte und ca. 2 Kilometer langen Fährte um eine vermisste Familie aufzuspüren.
Leider war keiner der 4 Hunde in der Lage die Spur aufzunehmen und die Personen zu finden.
Allen Teams gelang es nicht einmal den Startpunkt in der Richtigen Richtung zu verlassen.
Meine Euphorie bekam einen ordentlichen Dämpfer.
Lag es an den Hunden oder den Hundeführern? Ich kann es nicht genau sagen, jedoch war es wohl ein Zusammenspiel beider. So kann ich mir z.B. beim besten Willen nicht vorstellen dass ein 20 Monate alter Labrador wirklich in der Lage ist so eine anspruchsvolle Aufgabe sicher zu bewältigen. Auch hatte ich den Eindruck das so mancher Hundeführer völlig überfordert war und die Signale seiner Hunde nicht wirklich deuten konnte. Aber gerade das ist ein sehr wichtiger Punkt bei einer Arbeit dieser Art.

Wie gesagt war meine Begeisterung am Ende des Tages stark gedämpft. Allerdings bekam ich Abends dann doch noch den Beweis dass Personensuche in dieser Art möglich ist. Ich durfte an einer Trainingseinheit von vier, in der Ausbildung befindlichen, Hunden teilnehmen. Alle dieser vier Hunde führten ihren Hundeführer sicher an ihr 500 Meter entferntes Ziel. Alleine das Arbeiten dieser Hunde unterschied sich völlig von dem was ich tagsüber gesehen hatte. Man konnte den Hunden ansehen das sie sich konzentrierten und intensiv Geruch aufnahmen. Selbst Gartenfeste (ja im Winter) und Sackgassen konnten die Hunde nicht aufhalten.
Am besten von allen gefiel mir eine 18 Monate alte Bloodhound Hündin (Lola). Bilder von ihr bei der Arbeit findet ihr unter www.rettungshundestaffel-warendorf.de.

Am zweitem Tag folgten dann die letzten Drei der Sieben Teams. Eigentlich kann ich es kurz machen. Es bot sich mir das gleiche Bild wie am Vortag.
Lediglich ein Hund konnte über 500 Meter der Spur folgen bevor auch er aufgeben musste.

Nach dem was ich sehen konnte und mir auch in Gesprächen bestätigt wurde, steht Deutschland im Bereich Mantrailing noch ganz am Anfang. Aber trotzdem finde ich es beachtenswert was diese Hunde zu leisten im Stande sind. Auch wenn es an diesem Wochenende nicht gelang die, zum Glück nur fiktiv, vermisste Familie aufzuspüren, möchte ich den Teilnehmern nicht absprechen das es ihnen bereits einmal gelungen ist. Muss doch jedes Team im BRH eine Vorprüfung ablegen, bevor es zu so einer Prüfung zugelassen wird. Immerhin erhält ein Team seine Zulassung für den aktiven Einsatz wenn er die Prüfung besteht. Trotzdem konnte ich mich des Gefühls nicht erwehren das es einigen Teilnehmern mehr um Ruhm und Ehre als um den eigentlichen Grund, nämlich dem Retten von Menschenleben, ging.

Auf jeden Fall werde ich die Entwicklung des Mantrailing weiter verfolgen und würde mich freuen wenn ich mal wieder die Gelegenheit hätte einer Prüfung beizuwohnen. Eine Einladung Trainingseinheiten zu besuchen habe ich jedenfalls schon. Mein Dank geht hier an Ulrike (Uli).

Eine, wie ich finde, gelungene “Dog Dancing” Vorführung.

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heute muss ich mal die Gelegenheit nutzen und meinen Hund loben.
Wie ihr ja bereits wisst, ist Cisco (4 Jahre) seit zwei Jahren blind.
die ersten 1,5 Jahre brauchte ich um mich damit abzufinden das er blind ist und ich mit ihm kein Sport mehr machen konnte.
Es fiel mir deshalb so schwer weil er ein perfekter Sporthund war.

Mein Traum war es immer zu beweisen das auch ein blinder Hund eine gut anzusehende Unterordnung laufen kann.
Wer mich kennt wird sich nicht wundern, da ich ein ausgesprochener Fan der Unterordnung bin.

Obwohl Cisco noch mitten in der Umstellung ist, da seine Blindheit einen völligen Neuaufbau erfordert, lies ich mich überreden heute, im Rahmen einer Leistungsrichter-THS Anpassung, eine Begleithundprüfung zu laufen.

Wohl wissend das es noch an einigen Stellen hapert, ging ich an den Start.

Und wisst ihr was, ich bin super stolz auf ihn.
Er zeigte ein tolle Unterordnung, und vermittelte allen Richtern das Bild eines freudig, im Rahmen seiner Möglichkeiten, arbeitenden Hund.

Sicher gab es Schwächen in den Rechten Winkeln und in der Kehrtwendung.
Das ist zu seinem jetzigem Ausbildungsstand aber normal. Aber er ist immer bemüht mich nach dem Verlust des Kontakts, was in einem Rechtem Winkel schnell passiert, mich wieder zu finden und dicht aufzuschließen.

Die technischen übungen, wie Sitz und Platz aus der Bewegung meisterte er mit Bravour.
Wen ich mir nur die blöde Führerhilfe abgewöhnen könnte, die er ja sowieso nicht sehen kann.

OK beim rein rufen benötigt er ein anhaltendes Signal (Hiiiiiiiiieeeeeeeerrrrrr) ;-)

Würde er sonst irgendwo im Zaun landen anstatt bei mir.

Auf jeden Fall hat mich der heutige Tag darin bestärkt weiter zu machen und aus Cisco einen zwar blinden aber trotzdem freudig und korrekt arbeitenden Begleithund zu machen.

Man vergisst sehr schnell wie dankbar ein Hund sein kann wenn er für einen sein Bestes geben kann.

Cisco
DANKE

cisco.jpg

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